Nach vielen Fototouren, davon einige allein, manche zu zweit und wieder andere in mehr oder weniger großen Gruppen habe ich mir mal Gedanken gemacht, was besser ist: Fotoreisen – Allein oder besser in der Gruppe?

Folgende Kategorien habe ich bei meinen Überlegungen herangezogen:

  • Planung
  • Spaßfaktor
  • Lernen
  • Flexibilität
  • Konzentration und Effizienz
  • Kosten

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SoloreiseGruppenreise
PlanungGanz klar: Wenn Du allein reist, musst Du bei der Planung keine Rücksicht auf andere nehmen. Allerdings kann es sein, dass Du durch den fehlenden Austausch mit anderen einige Locations übersiehst.Planst Du eine Fotoreise gemeinsam mit anderen, musst Du auf die Bedürfnisse der anderen Gruppenmitglieder Rücksicht nehmen. Sei es, dass man bestimmte Locations in den Plan mit aufnimmt oder die Reise sich nicht so anstrengend gestaltet, d.h. jeden Tag sehr früh raus und abends sehr spät ins Bett. Das geht nicht mit jedem und je größer die Gruppe, desto schwieriger wird es, es allen Recht zu machen.

Das gilt natürlich auch für bezahlte Reisen, wo Du Dich einem vorgegeben Plan unterordnen musst. Gute Reiseanbieter wie z.B. Phototours4U lassen aber stets Spielraum für die Ideen und Bedürfnisse der Reiseteilnehmer.

SpaßfaktorFalls Du Dich sich selbst gut leiden kannst, hast Du auch allein eine Menge Spaß! Das ist kein Witz! Manche Menschen ertragen es nicht, eine zeitlang mit sich allein zu sein und keinen kontakt zu anderen Menschen zu haben.

Als ich von meiner kurzen Soloreise in die Bretagne erzählt habe, war das für manche meiner Bekannten unvorstellbar, auch nur vier Tage allein zu sein.

In einer Gruppe, wenn sie denn zusammenpasst, gibts auch immer Spaß. Entweder vor Ort an der Location oder bei gemeinsamen Unternehmungen am Abend etc. Voraussetzung ist natürlich, dass die Zusammensetzung der Gruppe stimmt…

Auch hier gilt: Falls Du die Reise selbst planst, mache keine Kompromisse bei der Zusammensetzung der Gruppe. Nimm keine Leute mit, um ihnen einen Gefallen zu tun, von denen Du aber weißt, dass sie nicht in die Gruppe passen. Und ein guter Reiseanbieter nimmt auch nicht jeden mit.

LernenFotografierst Du allein, bekommst Du ich keine Tipps und auch keine Kritik. Auch gibt es keinen „Wettbewerb“ und keinen Austausch von Erfahrungen. Das kann unter Umständen dazu führen, dass Du unter Deinen Möglichkeiten fotografierst, weil der Ansporn fehlt.In einer guten Gruppe gibt es Austausch und faire Kritik. Das spornt an und lässt Dich während des Fotografierens lernen und erweitert Deine Fähigkeiten. Das betrifft sowohl den Austausch über fotografische Themen und gemeinsame Bildbesprechungen als auch den unvermeidlichen „Gear-Talk“.
FlexibilitätBist Du allein, kannst Du sehr flexibel auf das Wetter oder andere Bedingungen reagieren. Und wenn es Dir an einer Location besonders gut gefällt, bleibst Du dort nicht nur drei Stunden, sondern den ganzen Tag.

Oder Du fährst am nächsten Tag nochmal hin.

Diesen Grad an Flexibilität hast Du nur, wenn Du allein bist.

In der Gruppe folgst Du meistens einer mehr oder weniger festen Planung, die Du gemeinsam mit den anderen festgelegt hast oder die vom Reiseveranstalter vorgegeben wird. Klar, zu jeder Location hat man einen Plan B in der Tasche.

Aber völlige Freiheit ist eben nicht möglich, da sich die Gruppenmitglieder ja auf die Planung eingestellt haben und sich darauf verlassen möchten.

Konzentration und EffizienzFotografierst Du allein, kannst Du Dich voll und ganz auf die Location konzentrieren. Du bist ist nicht abgelenkt und nutzt die verfügbare Zeit optimal aus.

Das ist für mich ein wesentlicher Punkt, der das allein reisen so schön macht!

Die Kehrseite vom Spaß, den man in einer Gruppe hat ist, dass in aller Regel auch viel gequatscht wird. Das führt dazu, dass Du Dich nicht genügend auf die Location konzentrierst. Egal, ob Du andere „störst“ oder von anderen „gestört“ wirst…
KostenDu bezahlt alles selbst: Unterkunft, Mietauto, Kraftstoff. Punkt.Bei selbst organisierten Reisen kannst Du Dir zumindest die Kosten für Unterkunft, Mietauto und Kraftstoff mit anderen teilen. Gerade bei Reisen in nordeuropäische Länder ist das ein nicht zu unterschätzender Vorteil!

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Das war jetzt meine ganz persönliche Meinung über Solo- und Gruppenreisen. Allerdings habe ich keinen Favoriten. Gruppenreisen, egal ob selbst organisierte oder bezahlte machen Spaß und erweitern den Horizont, aber Soloreisen sind ebenfalls sehr reizvoll. Mir macht es Spaß, mal ein paar Tage mit mir allein zu sein. Aber ich freue mich auch riesig auf die kommenden Reisen zusammen mit anderen Fotofreunden.

Wenn Du mal allein reisen willst, nur Mut! Alle Informationen, die Du dazu brauchst, sind im Internet frei verfügbar oder Du bekommst sie, wenn Du fragst. Trau Dich einfach!

Jetzt bin ich gespannt auf Eure Meinungen und Erfahrungen. Reist Ihr lieber allein oder in der Gruppe? Lasst es mich wissen und hinterlasst gerne einen Kommentar! :-)