Vor einiger Zeit habe ich mir zur Abrundung meiner Fotoausrüstung eine Makroschiene (aka Einstellschiene) von Typ Novoflex CASTEL-Q *
zugelegt. Zugegeben, das Teil ist nicht ganz billig, aber im Vergleich zu anderen Einstellschienen, die ich mir vor der Kaufenscheidung angesehen hatte, ist die Castel-Q unvergleichlich stabil und präzise gearbeitet.

Grundsätzlicher Aufbau

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Die Makroschiene besteht aus zwei Teilen: Prismenschiene und Schlitten. Alle Teile, auch die Schrauben deren Knebel sind aus solidem Metall gefertigt und oberflächenbehandelt. Die Prismenschiene dient der Führung des Schlittens, sie besitzt an ihrer Unterseite eine Arca-Swiss-kompatible Schwalbenschwanz-Führung. Dadurch kann man die Makroschiene auf allen kompatiblen Schnellwechselplatten montieren.
Zusätzlich befinden sich an beiden Enden der Prismenschiene je ein 1/4″ – und 3/4″ – Gewinde. somit ist die Verwendung der Makroschiene auch ohne Schnellwechselplatte durch dierektes Aufschruben auf den Stativkopf möglich.

Der Schlitten kann über eine Vortriebsschraube bewegt werden. Die Bewegung erfolgt präzise und spielfrei über eine schrägverzahnte Zahnschiene. Sobald die gewünschte Einstellung erreicht ist, kann diese durch die Klemmschraube fixiert werden. Das Spiel kann über zwei Imbus-Madenschrauben an der Seite des Schlittens eingestellt werden. Ein passender Imbusschlüssel liegt bei.

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Die Kamera wird über eine Arca-Swiss-kompatible Kupplung auf dem Schlitten befestigt und mit der Feststellschraube fixiert. Dies setzt natürlich eine entsprechende Kameraplatte voraus. An meiner Nikon D300 D700 verwende ich eine passende Platte von Markins. Es gibt keine Sicherung gegen versehentliches Lösen der Feststellschraube und damit gegen Herausfallen der Kamera – also aufpassen!

Einstellmöglichkeiten

Die Makroschiene kann – wie der Name schon sagt – für die Makrofotografie und für die Panoramafotografie verwendet werden.

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In der Makrofotografie kann man mit Hilfe der Schiene die Schärfe präzise und sehr bequem einstellen. Da sich bei den meisten Makroobjektive beim Scharfstellen der Abbildungsmaßstab verändert, ist das Scharfstellen per Makroschiene daher einfacher.

Ich gehe immer meistens so vor:

  • Aufstellen des Stativs und Grobeinstellung mit Hilfe des Stativkopfs.
  • Scharfstellen am Makroobjektiv
  • Feinjustierung der Schärfe(-ebene) durch Einstellung des Schlittens
  • ggf. Wiederholen des Ablaufs zum Verfeinern der Einstellungen

 

In der Panoramafotografie leistet die Makroschiene – nennen wir sie hier besser Einstellschiene – gute Dienste beim Einstellen des Nodalpunktes. Nur mit korrekt eingestelltem Nodalpunkt können optimale Panoramen erstellt werden, da sich dann beim Schwenken der Kamera Bildvorder- und Hintergrund nicht gegeneinander verschieben. Einfach mal Google bemühen, es gibt viele gute Anleitungen im Netz, wie der Nodalpunkt einzustellen ist.

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Ich habe die Novoflex CASTEL-Q auch nicht immer dabei, aber bei Makros und Panoramen ist sie inzwischen unverzichtbar geworden. Empfehlenswert!

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