Sonnenaufgang an der Bopparder Rheinschleife

Sonnenaufgang an der Bopparder Rheinschleife

Guten Morgen!

Schon länger hatte ich vor, den Sonnenaufgang an der Bopparder Rheinschleife zu fotografieren. Am letzten Wochenende war es dann so weit. Die Wetterbedingungen waren günstig und gemeinsam mit zwei Fotokollegen bin ich nach Boppard aufgebrochen.

Die Sonne sollte um 06.24 Uhr aufgehen, doch richtig interessant ist oft die Zeit vor Sonnenaufgang. Also waren wir bereits um kurz nach 05.00 Uhr vor Ort. Zuvor hatten wir uns die Nacht an der Burg Eltz um die Ohren gehauen, aber das ist eine andere Geschichte ;-)

Es war noch dunkel, als wir das Restaurant Gedeonseck erreichten, von dem aus man den sagenhaften Ausblick hat. Der Biergarten ist übrigens echt klasse, war aber leider um diese Zeit noch geschlossen.

Zur besseren Nachvollziehbarkeit der Bildentstehung habe ich die Bildbearbeitung ein wenig genauer beschrieben.

 

Das Fotomotiv und Aufnahmetechnik

Die Rheinschleife bei Boppard ist die größte Schleife des Rheins. Sie wird Bopparder Hamm genannt und nach ihr ist auch die relativ bekannte linksrheinische Weinlage benannt. Steht man oben am Rand des Biergartens, so hat man einen wunderbaren Blick über den Rhein und die rechtsrheinischen Orte Felsen und Osterspai und im rechten Bereich auf die Stadt Boppard. Der Blick geht nach Osten, also ist die Location mindestens eine hervorragende Sonnenaufgangslocation. Aber auch abends, besonders wenn der Herbst das Weinlaub bunt gefärbt hat, ist der Ort einen Ausflug wert.

Die Location schreit förmlich nach einem Panorama. Ein Blick auf die Karte verrät, dass diese einen Winkel von etwa 120 Grad umfassen sollte. Bei solchen Motiven bin ich dazu übergegangen, das Bild aus mehreren Einzelbildern zusammenzusetzen. Eine andere Variante ist ja die Verwendung eines Weitwinkelobjektivs mit entsprechend kurzer Brennweite. Mein Fuji XF10-24/4 deckt bei 10 Millimetern Brennweite einen Bildwinkel von gerade mal 110 Grad ab. Das wäre schon eng geworden. Zudem hätte ich am oberen und unteren Rand des Bildes einiges abschneiden müssen, um auf das „panoramagerechte“ Format von 2:1 zu kommen. Dabei hätte ich zu viel an Bildauflösung verloren.

Das Bild entstand dann gegen 06.20 Uhr kurz vor Sonnenaufgang. Ich machte mit Unterstützung meines Panoramakopfes insgesamt neun Aufnahmen mit folgenden Einstellungen:

  • Brennweite 16 mm
  • Blende 5.6
  • Belichtungszeit 0,4 Sekunden
  • ISO 200

Vorne am Objektiv reduzierte ein Reverse GND 0.6 Filter die hellen Bereiche links über dem Horizont ein wenig und sorge für eine ausgewogene Belichtung der Einzelbilder.

Für die Panoramaprofis unter den Lesern meines Blogs: Mein Panoramakopf ist selbstgebaut aus Novoflex-Teilen, die ich nicht mehr benötige, aber auch nicht hergeben mag:

  • Kameraplatte QPL1
  • Panoramaplatte PANORAMA=Q
  • Kameraplatte QPL4
  • Schnellwechselplatte Q=MOUNT

Diese Konstruktion reicht für meine Zwecke vollkommen aus.

Bildbearbeitung

Die Einzelbilder habe ich in Lightroom zunächst einmal auf dieselbe Farbtemperatur von 5600 Kelvin gebracht, weil ich bei der Aufnahme vergessen hatte, von Automatischem Weißabgleich auf eine feste Farbtemperatur umzustellen. Aber bei RAW-Bildern ist so eine Korrektur ja zum Glück hinterher noch problem- und verlustlos möglich.

Danach hat Lightroom für mich die Bilder zu einem zylindrischen Panorama zusammengerechnet.

Die nächsten Schritte waren:

  1. Entfernen eines Kondensstreifens im linken oberen Bereich des Bildes mit dem Bereichsreparaturwerkzeug
  2. Anpassen der Grundeinstellungen des Bildes
  3. Betonung des Himmels und der Wolken mit dem Verlaufsfilter
  4. Beschneiden auf das Endformat von 2:1

Die Grundeinstellungen des Bildes passte ich in Lightroom wie folgt an:

  • Farbtemperatur 9600 Kelvin
  • Tönung +15 (Richtung Violett)
  • Belichtung -0,5
  • Lichter +4
  • Tiefen +20
  • Weiß +10
  • Schwarz 0
  • Klarheit +20
  • Dunst entfernen +15
  • Dynamik +23
  • Sättigung +9

Zusätzlich legte ich zur weiteren Anhebung des Kontrastes eine leichte S-förmige Gradationskurve auf das Bild.

Der Himmel gefiel mir schon sehr gut, doch ich wollte die Wolken noch stärker betonen. Dazu legte ich einen Verlaufsfilter in den Himmel der am Horizont mit einem relativ harten Übergang Ende und stellte darin folgende Werte ein:

  • Temperatur -34
  • Belichtung +0,5
  • Klarheit +30
  • Dunst entfernen +11

Das Bild ist weder geschärft noch entrauscht.

Fazit

Hier ist mit wenig Aufwand ein sehr schönes Landschaftspanorama vom Sonnenaufgang an der Bopparder Rheinschleife entstanden. Die vor Ort vorherrschende Stimmung konnte ich einfangen und durch die Bildbearbeitung noch besser herausarbeiten, ohne gleich einen Farbeimer über dem Bild auszukippen.

Das Endergebnis hat eine Auflösung von etwa 53 Megapixeln und ist damit auch für sehr große Ausdrucke geeignet. Es macht Spaß, hineinzuzoomen und sich die vielen Details anzusehen. Mit einem Einzelbild wäre das nur mit einer Kamera mit einem wesentlich hochauflösenderen Sensor möglich gewesen.

Ach ja: Strenggenommen müsste der Artikel heißen „Kurz vor Sonnenaufgang an der Bopparder Rheinschleife“ :-)

 

Weiterführende Links

Rodder Maar – auf Schatzsuche in der Lightroom Bibliothek

Rodder Maar – auf Schatzsuche in der Lightroom Bibliothek

Auf Schatzsuche in der Lightroom-Bibliothek!

Sicherlich hast auch Du einen erprobten Workflow, mit dessen Hilfe Du Deine Bilder von der Kamera importierst, sie sichtest, bewertest und bearbeitest. Durch die Bewertung (z.B. in Lightroom mit den Sternen) ziemlich am Anfang des Workflows und der anschließenden Bearbeitung nur der besten Bilder spart man viel Zeit und kommt so schnell dazu, die wirklich wertvollen Bilder eines Shootings zu extrahieren. So mache ich es auch. Und die „nicht so tollen“ Bilder schlummern dann auf unbestimmte Zeit auf der Festplatte des heimischen Rechners.

Es kann sich aber lohnen, nach einiger Zeit diesen Bodensatz nochmal zu durchforsten. Ich finde dann immer wieder Bilder, bei denen ich mich frage, wieso sie mir nicht bereits früher aufgefallen sind.

 

Am Rodder Maar

Vor ein paar Wochen war ich an einem trüben Sonntagnachmittag auf einen Spaziergang am Rodder Maar. Das Rodder Maar ist ein kleiner, fast kreisrunder See in der Nähe von Niederzissen am Ostrand der Eifel. Das Wetter war trüb, die Vegetation war noch im Winterurlaub und direkt ans Maar kommt man auf Grund der vielen Absperrzäune auch nicht mehr heran.

Trotzdem hatte ich die meine Fuji X-T2 mit dem XF16/1.4 dabei. Man weiß ja nie…

Auf dem Weg rund ums Maar kommt man an einem kleinen eingezäunten Tümpel vorbei. Ich habe ohne viel zu überlegen ein Bild gemacht, weil mir die Spiegelung der Bäume im Wasser sehr gut gefiel. Aber ehrlich gesagt, lange habe ich nicht gebraucht für das Bild. Filter? Stativ? Fehlanzeige!

Bildbearbeitung

Zu Hause ist das Bild dann natürlich prompt durchgefallen.

Aber vor ein paar Tagen habe ich es wiederentdeckt und angefangen, an den Lightroom-Reglern zu drehen. Ich hatte die Idee, eine düstere Hochmoorstimmung zu erzeugen.

Wie die Lightroom-Einstellungen zeigen, war gar nicht so viel machen, um den gewünschten Bildeindruck hervorzurufen. Auch wenn ich die Regler nie streng von oben nach unten in der von Adobe vorgegebenen Reihenfolge bediene, hier der Klarheit halber doch der Reihe nach:

  • Farbtemperatur ein wenig kühler
  • Belichtung um fast zwei Blendenstufen erhöht (warum, wird gleich klar)
  • Lichter runter
  • Tiefen hoch
  • Weiß und Schwarz jeweils leicht erhöht
  • Klarheit ein wenig erhöht

Mit dem Radialfilter (Weiche Kante 50, Häkchen gesetzt bei „Umkehren“) habe ich dann einige Bildelemente betont:

  • Die helle Partie im Himmel eine halb Blendenstufe abgedunkelt
  • Den Baum im Zentrum des Bildes, der sich im Wasser spiegelt, um eine knappe halbe Blendenstufe aufgehellt

Die Landschaft wurde mit dem Radialfilter, aber ohne „Umkehren“ gegenüber der Wasserfläche um eine Blende abgedunkelt, indem ich eine Ellipse mit diesen Filtereinstellungen auf die Wasserfläche legte.

Zu guter Letzt, um die Stimmung final einzutrüben, legte ich über das Panel „Effekte“ eine kräftige dunkle Vignette rund um das Bild.

Fertig.

Fazit

Zu diesem Bild habe ich bisher recht unterschiedliche Rückmeldungen bekommen. Von „Oh klasse… warst Du in Schottland“, über „Bah, das ist mir zu trist“ bis „Was soll das? Mit Bildbearbeitung hast Du aus einem schlechten Bild ein bearbeitetes schlechtes Bild gemacht“.

Die ersten beiden Kommentare entstanden einfach aus unterschiedlichen Geschmäckern der Betrachter und deren Assoziationen mit dem fertigen Bild.

Der dritte Kommentar ist wirklich interessant: Zum einen bin ich auch ein Verfechter der Position, ein Bild bereits in der Kamera so perfekt wie möglich zu gestalten. Das erfordert eine intensive Auseinandersetzung mit dem Motiv und bereits vorher eine entsprechende Planung: Wetter, Sonnenstand, … wir kennen das…

Ein etwas unangenehmer Nebeneffekt dieser Vorgehensweise ist aber der Verlust der Spontaneität beim Fotografieren. Das stelle ich zumindest bei mir manchmal fest. Einfach so fotografieren? Aber ich habe ja weder Stativ noch Filter dabei. Das geht ja gar nicht.

Das ist für mich eine echte Beschränkung. Um diese aufzubrechen, ziehe ich oft auch ohne großen Plan los. Anfangs fühlt man sich   als gestandener Landschaftsfotograf ein wenig nackt, so ganz ohne Stativ… Aber das legt sich schnell, sobald sich ein Flow einstellt und ich beginne, Motive zu sehen.

Und genau so ist dieses Bild entstanden. Einfach so… ohne großen Plan…

Zieht Ihr auch manchmal ohne Plan los? Oder ist das für Euch ein No-Go? Ich bin gespannt auf Eure Kommentare und Erfahrungen! :-)

Reisebericht Bretagne 2018

Reisebericht Bretagne 2018

Du bist verrückt!

Dieser Gedanke schlich sich am Abend vor meinem Start in die Bretagne in meinen Kopf. Was war geschehen?

Über Ostern 2018 wollte ich wieder einmal die Bretagne bereisen. Diesmal sollte es eine Soloreise sein. Ich wollte mal allein sein und mich voll und ganz auf die Fotografie konzentrieren. Die Unterkunft war gebucht und ein Auto war gemietet. Ein Auto? Mit dem Auto in die Bretagne? Allein? Das sind gute 1100 km von meinem Wohnort aus! Genau daher kam der fragende Gedanke, ob ich denn nicht verrückt geworden bin…

Doch der Reihe nach. Viel Spaß mit meinem Reisebericht Bretagne 2018!

Die Planung

Ziel war es, vom 29. März bis zum 2. April einige Locations an der Atlantikküste zu bereisen und schöne Landschaftsbilder von Leuchttürmen, dem Wetter, der Brandung etc. zu machen. Auch wollte ich mir mal den Schiffsfriedhof in Camaert-sur-Mer ansehen. Folgende Locations hatte ich auf der Agenda:

  • Leuchtturm Le Petit Minou
  • Leuchtturm an der Pointe de Kermorvan
  • Pointe Saint Mathieu
  • Pointe de Toulinguet
  • Leuchtturm auf der Île Vierge
  • Fort de Bertheaume
  • Pointe de Pen-Hir
  • Schiffswracks in Camaret-sur-Mer
  • Ortschaft Le Conquet

Manch einer ahnt, dass ich es nicht geschafft habe, die Liste komplett abzuarbeiten…

Aber ich hatte den Mond und die Gezeiten auf meiner Seite: Zur Zeit meines Aufenthalts war Vollmond und damit die Flut recht hoch. Die der Scheitel der Flut kam etwa gegen 06.00 Uhr und 18.00 Uhr, für die meisten Locations genau richtig.

Mit meiner Unterkunft, die ich ich bei booking.com gebucht hatte, habe ich einen Volltreffer gelandet: Das Studio indépendant chez l’habitant in der 10 rue Madame in Brest ist ein kleines günstiges Appartement, das ich nur empfehlen kann.

Es geht los…

Nachdem ich am Vortag alles gepackt hatte, klingelte am Gründonnerstag der Wecker um 04.00 Uhr morgens. Da ich vor solchen Reisen sowieso immer nicht so richtig schlafen kann, war ich schnell wach. Duschen, einen Kaffee, das Mietauto beladen und dann ging es um 20 Minuten vor fünf los.

Mein flinker Hirsch :-) , ein gemieteter VW Polo hatte kein eingebautes Navi, also behalf ich mir mit dem Smartphone und Google Maps. Insgesamt 1067 Kilometer sollten es sein bis zu Unterkunft in Brest. Google veranschlagte knappe 11 Stunden dafür. Also los.

Zunächst In Richtung Aachen und ab nach Belgien. Die netten belgischen Verkehrsteilnehmer fallen ja immer dadurch auf, dass sie bis an die Stoßstange des Vordermannes heranfahren und so war ich froh, als ich kurz vor acht Uhr bei Hensies die Grenze nach Frankreich überquerte. Das markante Betongebilde ähm… das „Monument Signal“ von Jacques Moeschal direkt an der Grenze ist weithin sichtbar und für mich immer ein schönes Zeichen, dass es in den Urlaub geht.

Dann ging es vorbei an Valenciennes und Amiens zur Pont de Normandie. Jedesmal, wenn ich über die Brücke fahre, bin ich beeindruckt von den Abmessungen und der Aussicht.

Mein kleiner Polo schlug sich tapfer, aber es fehlten ihm doch ein paar Pferdestärken. Aber in Frankreich sollte man sich an die Geschwindigkeitsbeschränkungen halten und so war auch das kein Problem. Zumal die Franzosen, anders als die Belgier, sehr zivilisierte Autofahrer sind.

Vorbei am Mont-Saint-Michel und ich war in der Bretagne – endlich! Rechts konnte ich nun schon das Meer sehen. Wunderbar! Kann man eigentlich Meer-süchtig werden?

Das letzte Stück des Weges zog sich dann doch ein wenig, aber ziemlich genau wie von Google vorgesagt kam ich gegen 16.30 Uhr in Brest an.

Die Vermieterin erwartete mich bereits und ich konnte schnell mein schmuckes, kleines Selbstversorger-Appartement beziehen.

Le Petit Minou

Nur ein paar Kilometer westlich von Brest steht einer der schönsten Leuchttürme der Bretagne: Le Petit Minou. Das war mein Ziel für den ersten Abend. Im August 2017 war ich zum letzten Mal da und hatte deshalb schon eine Vorstellung von der Location.

Es war schön ruhig, nur das allgegenwärtige Rauschen der Brandung war zu hören. Ich war allein und das war gut so. Da bis zum  Sonnenuntergang noch ein wenig Zeit war, sah ich mir die Location und die verschiedenen Fotostandpunkte nochmal in aller Ruhe an.

Nach ein paar Aufnahmen unten von den Felsen und oben vom Dach des Bunkers aus fing es an zu regnen. Keine Überraschung, denn das hatte der Wetterbericht vorhergesagt. Also setzte ich mich einige Zeit ins Auto und wartete. Eine gute Gelegenheit, endlich mal etwas zu essen…

Nachdem der Regen vorbeigezogen war, ging ich wieder zum Leuchtturm. Die Sonne stand nun schon tief, war aber leider von dunstigen Wolken verdeckt. Das orangefarbene Leuchten unter dem Brückenbogen würde heute nicht zu sehen sein.

Inzwischen waren zwei weitere Fotografen, jeweils mit nicht-fotografierender Partnerin dazu gekommen. Einer davon war ein sehr netter, recht gesprächiger Engländer. Der andere antwortete auf die Frage nach seiner Herkunft nur „I’m russian!“. Sonst nichts.

Gegen 22.00 Uhr, die Sonne war vor gut einer Stunde untergegangen, machte ich mich auf den kurzen Rückweg. Zurück in der Unterkunft dann das typische Fotoreisen-Prozedere: Akkus laden, Bilder aufs Notebook importieren und auf eine externe Festplatte sichern und eine erste Sichtung vornehmen. Erstes Urteil: Noch keine Poster, aber der Anfang war schonmal gemacht!

An der Pointe Saint Mathieu

Nach einer kurzen Nacht (Einschlafen gegen 23.30 Uhr, Aufstehen um 05.30 Uhr) fuhr ich zur Pointe Saint Mathieu. Leider regnete es stark, so dass ich nach einem kurzen Stop an der Pointe Saint Mathieu nach Le Conquet weiterfuhr und mir erstmal in einer Bäckerei ein Croissant und ein Pain au Chocolat holte. Lecker…

Nach dem kleinen Frühstück hatte der Regen aufgehört, aber auf Grund der Wolken gab es am Himmel leider kein Feuerwerk zum Sonnenaufgang. Einige Zeit lief ich nun am Weg entlang, der entlang der Klippen nach Osten führt und sah mir einige mögliche Fotostandpunkte für später an.

Mit ein wenig Geklettere auf den nassen Felsen – unten rauschte das ablaufende Wasser – fand ich ein paar für mich neue und sehr interessante Spots.

Zufrieden mit der Ausbeute des Vormittags machte ich Mittags bei inzwischen allerbestem Sonnenschein einen Abstecher zur Pointe de Kermorvan. Auf dem alten Gemäuer oberhalb des Leuchtturms machte ich eine sehr entspannte Mittagspause mit Salami, Käse, Oliven und Baguette. Fast nebenbei entstanden auch ein paar schöne Bilder. Das Wasser stieg inzwischen wieder und am Fuß des Leuchtturmes von Kermorvan rauschte es förmlich. Ich habe versucht, die sehr starke Strömung in einer Langzeitbelichtung einzufangen.

Im Anschluß machte ich einen Abstecher in die schöne Ortschaft Le Conquet mit ihrem alten Gemäuer und den Hafenanlagen.

Dann zurück zur Pointe Saint Mathieu. Nun noch ein wenig in der warmen Frühlingssonne entspannen und zusehen, wie das Licht am späten Nachmittag langsam golden wird.

Nun ging es los: Ich arbeitete alle Spots ab, die ich mir bei der Erkundung am Vormittag zurechtgelegt hatte. Die Flut hatte ihren Scheitel erreicht und das Wasser stand genau richtig. Durch das teilweise stürmische Frühlingswetter war auch richtig Bewegung im Wasser. Die Brandung donnerte und die Gischt spritzte meterhoch. Es war eine Freude!

Und am Ende des Tages wurde es dann serviert, das lang erwartete Feuerwerk am Abendhimmel.

Ab an die Nordküste

Für den Samstagmorgen hatte ich mir das Fort de Bertheaume vorgenommen. Ein kurioser Ort: Auf einem Felsen steht ein altes Fort, das durch eine kurze Brücke mit dem Festland verbunden ist. Leider fiel auch an diesem Tag der Sonnenaufgang dem Regen zum Opfer und als sich die Wolken verzogen hatten, stand die Sonne schon zu hoch. Also blieb es für dieses Mal bei ein paar Beweisfotos mit dem Smartphone.

Dann bin ich zum Phare de l’Île Vierge gefahren, um zu sehen, ob ich mit dem Motiv etwas anfangen kann. Der Leuchtturm ist ein reines Flutmotiv. Bei Ebbe steht er langweilig in einer Sand- und Steinwüste herum. Aber auch als Flut-Motiv sprach mich das Motiv nicht so an, als dass ich die Stunden bis zur Flut warten wollte.

Also weiter zum Phare de Pontusval. Hier war ich im letzten Jahr schon einmal und der schöne kleine Leuchtturm hat es mir damals echt schwer gemacht. Aber als ich ankam, ging der Wind so stark, dass der Sand nur so durch die Luft flog. Langsam ging es bergab mit meiner Laune…

Ach, fährste mal nach Roskoff, ins Zentrum der Zwiebeln. Eine schöne kleine bretonische Stadt mit Hafen und allem was dazugehört. Aber Zwiebeln habe ich nur an einem Touristenkiosk gesehen…

Na gut, zurück in Richtung Brest. Aber wohin dann? Während der Autofahrt dachte ich mir, dass ich es noch einmal am Petit Minou versuchen könnte. Vorgestern, bei meinem ersten Besuch, hat es ja ohne Ende geregnet. Der Wetterbericht verhieß Gutes. Aber was heißt das schon in der Bretagne, wo sich das Wetter minütlich ändert.
Aber alles passte! Der Himmel riss auf, die Sonne leuchtete, kurz bevor sie unterging und der Brückenbogen wurde in goldenes Licht getaucht. Ich konnte endlich die Bilder machen, die mir schon lange vorschwebten.

Ja! Das Leben ist schön! ☺️

Regen

Der letzte Tag meines Urlaubs führte mich auf Halbinsel von Crozon. Ich wollte dort die Pointe de Pen-Hir, den Schiffsfriedhof in Camaret-sur-Mer und eine für mich neue Location, die Pointe de Toulinguet fotografieren.

Wer in die Bretagne fährt, der weiß, dass man sich nicht auf einen langfristigen Wetterbericht verlassen kann und dass es besonders im Frühjahr öfter mal ausgiebig regnet. Und so auch am Ostersonntag. Nach dem langen Weg auf die Halbinsel war ich dann auch etwas enttäuscht. Also nahm ich mir zuerst den Schiffsfriedhof vor. Es war Ebbe, daher konnte ich bis an die Schiffsrümpfe herangehen und schöne Details einfangen. Das triste Wetter passte gut zu den verrottenden Wracks.

Dann ging es zur Pointe de Pen-Hir, wo ich feststellen durfte, dass das gleiche Wetter herrscht wie damals am 16.08.2017, als ich mit Phototours4U da war.

Plötzlich eine Regenpause. Also schnell raus auf die nassen und rutschigen Felsen und Fotografieren! Was und wo hatte ich mir vorher schon ausgedacht. Klettern ist hier aber gefährlich, es geht schnell etliche Meter senkrecht hinunter ins Meer. Etwa eine Stunde hatte ich Zeit, bevor mich ein heftig einsetzender Regen wieder ins Auto trieb. Dort gab erstmal ein leckeres Ostersonntagsmenü.

Danach fuhr ich zur Pointe de Toulinguet, aber das Wetter war inzwischen so schlecht, dass ich nicht mal mehr aus dem Auto ausstieg. Der Himmel hatte ein einheitliches Graukarten-Grau angenommen und ich entschied ich mich, zurück nach Brest zu fahren.

Fazit

Am Ostermontag trat ich dann nach vier ereignisreichen Tagen die Heimfahrt an. Sie verlief völlig problemlos, von Oster-Rückreiseverkehr zum Glück keine Spur…

Das war er, mein Solotrip in die Bretagne. Ich liebe diese Ecke der Welt. Und deshalb kann mich auch das schlimmste Wetter nicht davon abhalten, recht bald mal wiederzukommen.

Allein unterwegs zu sein, hat mir sehr gut gefallen. Ich habe meine Gedanken dazu in einem eigenen Blogartikel zusammengefasst, den ich vor kurzem veröffentlicht habe.

Ach ja… warum bin ich mit dem Auto gefahren und nicht geflogen? Dafür gibt es im wesentlichen zwei Gründe:

  • Die Entscheidung für diese Reise fiel relativ kurzfristig. Es wäre schwierig gewesen, über Ostern noch einen günstigen Flug zu bekommen. Und einen Mietwagen hätte ich vor Ort ja trotzdem benötigt.
  • Aus dem Rheinland fliegt man am besten ab Düsseldorf. In Paris ist immer Umsteigen angesagt. Ich wäre von Haustür zu Haustür sehr wohl ein wenig schneller gewesen. Aber den Stress mit Umsteigen wollte ich mir diesmal nicht antun.

Hat Dir mein Reisebericht Bretagne 2018 gefallen? Warst Du schonmal in der Bretagne? Wie hat es Dir gefallen? Hast Du Tipps für geniale Fotolocations in der Bretagne? Dann lass gerne einen Kommentar hier. Ich freue mich darauf!

Fotoreisen – Allein oder besser in der Gruppe?

Fotoreisen – Allein oder besser in der Gruppe?

Nach vielen Fototouren, davon einige allein, manche zu zweit und wieder andere in mehr oder weniger großen Gruppen habe ich mir mal Gedanken gemacht, was besser ist: Fotoreisen – Allein oder besser in der Gruppe?

Folgende Kategorien habe ich bei meinen Überlegungen herangezogen:

  • Planung
  • Spaßfaktor
  • Lernen
  • Flexibilität
  • Konzentration und Effizienz
  • Kosten

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SoloreiseGruppenreise
PlanungGanz klar: Wenn Du allein reist, musst Du bei der Planung keine Rücksicht auf andere nehmen. Allerdings kann es sein, dass Du durch den fehlenden Austausch mit anderen einige Locations übersiehst.Planst Du eine Fotoreise gemeinsam mit anderen, musst Du auf die Bedürfnisse der anderen Gruppenmitglieder Rücksicht nehmen. Sei es, dass man bestimmte Locations in den Plan mit aufnimmt oder die Reise sich nicht so anstrengend gestaltet, d.h. jeden Tag sehr früh raus und abends sehr spät ins Bett. Das geht nicht mit jedem und je größer die Gruppe, desto schwieriger wird es, es allen Recht zu machen.

Das gilt natürlich auch für bezahlte Reisen, wo Du Dich einem vorgegeben Plan unterordnen musst. Gute Reiseanbieter wie z.B. Phototours4U lassen aber stets Spielraum für die Ideen und Bedürfnisse der Reiseteilnehmer.

SpaßfaktorFalls Du Dich sich selbst gut leiden kannst, hast Du auch allein eine Menge Spaß! Das ist kein Witz! Manche Menschen ertragen es nicht, eine zeitlang mit sich allein zu sein und keinen kontakt zu anderen Menschen zu haben.

Als ich von meiner kurzen Soloreise in die Bretagne erzählt habe, war das für manche meiner Bekannten unvorstellbar, auch nur vier Tage allein zu sein.

In einer Gruppe, wenn sie denn zusammenpasst, gibts auch immer Spaß. Entweder vor Ort an der Location oder bei gemeinsamen Unternehmungen am Abend etc. Voraussetzung ist natürlich, dass die Zusammensetzung der Gruppe stimmt…

Auch hier gilt: Falls Du die Reise selbst planst, mache keine Kompromisse bei der Zusammensetzung der Gruppe. Nimm keine Leute mit, um ihnen einen Gefallen zu tun, von denen Du aber weißt, dass sie nicht in die Gruppe passen. Und ein guter Reiseanbieter nimmt auch nicht jeden mit.

LernenFotografierst Du allein, bekommst Du ich keine Tipps und auch keine Kritik. Auch gibt es keinen „Wettbewerb“ und keinen Austausch von Erfahrungen. Das kann unter Umständen dazu führen, dass Du unter Deinen Möglichkeiten fotografierst, weil der Ansporn fehlt.In einer guten Gruppe gibt es Austausch und faire Kritik. Das spornt an und lässt Dich während des Fotografierens lernen und erweitert Deine Fähigkeiten. Das betrifft sowohl den Austausch über fotografische Themen und gemeinsame Bildbesprechungen als auch den unvermeidlichen „Gear-Talk“.
FlexibilitätBist Du allein, kannst Du sehr flexibel auf das Wetter oder andere Bedingungen reagieren. Und wenn es Dir an einer Location besonders gut gefällt, bleibst Du dort nicht nur drei Stunden, sondern den ganzen Tag.

Oder Du fährst am nächsten Tag nochmal hin.

Diesen Grad an Flexibilität hast Du nur, wenn Du allein bist.

In der Gruppe folgst Du meistens einer mehr oder weniger festen Planung, die Du gemeinsam mit den anderen festgelegt hast oder die vom Reiseveranstalter vorgegeben wird. Klar, zu jeder Location hat man einen Plan B in der Tasche.

Aber völlige Freiheit ist eben nicht möglich, da sich die Gruppenmitglieder ja auf die Planung eingestellt haben und sich darauf verlassen möchten.

Konzentration und EffizienzFotografierst Du allein, kannst Du Dich voll und ganz auf die Location konzentrieren. Du bist ist nicht abgelenkt und nutzt die verfügbare Zeit optimal aus.

Das ist für mich ein wesentlicher Punkt, der das allein reisen so schön macht!

Die Kehrseite vom Spaß, den man in einer Gruppe hat ist, dass in aller Regel auch viel gequatscht wird. Das führt dazu, dass Du Dich nicht genügend auf die Location konzentrierst. Egal, ob Du andere „störst“ oder von anderen „gestört“ wirst…
KostenDu bezahlt alles selbst: Unterkunft, Mietauto, Kraftstoff. Punkt.Bei selbst organisierten Reisen kannst Du Dir zumindest die Kosten für Unterkunft, Mietauto und Kraftstoff mit anderen teilen. Gerade bei Reisen in nordeuropäische Länder ist das ein nicht zu unterschätzender Vorteil!

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Das war jetzt meine ganz persönliche Meinung über Solo- und Gruppenreisen. Allerdings habe ich keinen Favoriten. Gruppenreisen, egal ob selbst organisierte oder bezahlte machen Spaß und erweitern den Horizont, aber Soloreisen sind ebenfalls sehr reizvoll. Mir macht es Spaß, mal ein paar Tage mit mir allein zu sein. Aber ich freue mich auch riesig auf die kommenden Reisen zusammen mit anderen Fotofreunden.

Wenn Du mal allein reisen willst, nur Mut! Alle Informationen, die Du dazu brauchst, sind im Internet frei verfügbar oder Du bekommst sie, wenn Du fragst. Trau Dich einfach!

Jetzt bin ich gespannt auf Eure Meinungen und Erfahrungen. Reist Ihr lieber allein oder in der Gruppe? Lasst es mich wissen und hinterlasst gerne einen Kommentar! :-)

Inspiracles – So kommst Du aus dem kreativen Loch

Inspiracles – So kommst Du aus dem kreativen Loch

Raus aus dem kreativen Loch mit Inspiracles

Jeder Fotograf kennt das: Plötzlich hast Du keine Ideen mehr! Du suchst verzweifelt nach Motiven und Locations und je mehr Du suchst, desto größer wird die Quälerei. Die Fotografie macht Dir keinen Spaß mehr. Du findest das aber schade, weil Du ja eigentlich sehr gerne fotografierst. Also suchst Du weiter, immer verbissener. Der Teufelskreis beginnt, sich immer schneller zu drehen…

Ich würde das nicht so drastisch schreiben, wenn ich es nicht selbst schon erlebt hätte.

Was kannst Du also tun, um dem Teufelskreis zu entfliehen?

Erstens: Du könntest versuchen, vorübergehend etwas Abstand zur Fotografie zu gewinnen und Dich mit etwas anderem zu beschäftigen. Sei Dir sicher, die Lust auf die Fotografie kommt wieder!

Zweitens: Eine andere Möglichkeit ist es, sich mit verschiedenen Kreativitätstechniken auseinanderzusetzen. Kreativitäts-Techniken? Das klingt irgendwie verkopft, oder? Ist es aber nicht. In vielen Bereichen wie z.B. Politik, Wirtschaft oder Bildung wendet man seit längeren verschiedene Methoden an, um gezielt neue Ideen zu erzeugen. Beruflich habe ich mit der IT zu tun und auch dort befassen wir uns mit Innovations- und Kreativitätstechniken, um zum Beispiel neue Wege bei der Digitalisierung von Geschäftsprozessen zu finden.

Doch zurück zur Fotografie: Die Münchener Firma Inspiracles hat es sich zur Aufgabe gemacht, uns Fotografen aus dem kreativen Loch zu helfen! Es gibt jetzt die Inspiracles-Karten mit Fotoaufgaben.

Inspiracles hat mir einen Satz dieser Karten zum Test zur Verfügung gestellt und ich werde nun beschreiben, was man damit anstellen kann.

Kartenspielen oder Fotografieren?

Die Karten kommen in einer schönen Blechbox. Sie sind etwas größer als Spielkarten und aus stabilem, beidseitig farbig bedrucktem Karton.

Jede der Karten enthält eine Foto-Aufgabe. Diese Aufgabe ist unter der Überschrift „Inspiration“ kurz beschrieben. Darunter gibt es noch einen oder mehrere Tipps zur Erläuterung oder zur Hinführung auf die Aufgabe. Auf der Rückseite der Karte finden sich einige Beispielbilder, wie andere Fotografen diese Aufgabe gelöst haben.

Wie arbeitet man mit den Karten? Ganz einfach: Du ziehst Dir eine zufällige Karte und bearbeitest die Aufgabe, die darauf steht. Bearbeiten bedeutet, dass Du Dich sich ernsthaft mit der Aufgabe auseinandersetzt. Das kann einen Tag oder auch länger dauern.

Die Karten liefern Dir Ideen für fotografische Aufgaben, die Du konzentriert aber mit Spaß umsetzen kannst. Durch die intensive Beschäftigung mit diesen Ideen verankerst Du sie in Deinem Erfahrungsschatz und kannst sie später bei Bedarf wieder abrufen.

Beispiel gefällig?

Eine Karte nennt sich „Repeat“. Die Aufgabenstellung lautet wie folgt:

Anmerkung: Die Qualität der Karten ist deutlich besser, als es auf den Bildern aussieht ;-)

Vielfalt

In der Box befinden sich insgesamt 40 Aufgabenkarten. Weitere Aufgaben sind zum Beispiel:

  • Farben: Mache Bilder, in denen eine Farbe dominiert
  • Parallel: Suche Dir Motive mit parallelen Linien
  • Complementary: Finde Motive mit zwei Kontrastfarben. Interessant, sich in diesem Zusammenhang ein wenig mit der Farbenlehre zu beschäftigen
  • Defocus: Stelle mal mit Absicht nicht scharf. Es kann spannend sein, herauszufinden, was das beste Maß an Unschärfe für ein bestimmtes Motiv ist.

Manche Aufgabenstellungen, wie z.B. Behind (Fotografiere Objekte von hinten) oder Sideways (Wie sieht Dein Motiv von der Seite aus?) finde ich auf den ersten Blick etwas schräg. Aber es kann spannend sein, sich auch damit zu beschäftigen.

Besonders gut gefällt mir die Aufgabe Pane. Dabei geht es darum, ein Motiv durch eine Scheibe zu fotografieren. Man kann hier viele Aspekte einfließen lassen, wie z.B.

  • Schmutzige oder verkratzte Scheibe
  • Regentropfen auf der Scheibe
  • Reflexionen, die in einem Bild unterschiedliche Motivebenen erzeugen
  • Spiegelung von Lichtern
  • … oder eine Kombination dieser Aspekte.

Neben den Aufgabenkarten, einer Anleitungskarte und einer (m.Mn. zu kleinen) Graukarte gibt es fünf Spickzettel-Karten:

  • Zusammenhang zwischen Blende und Verschlußzeit, Blendenreihe
  • Blende und Schärfentiefe
  • Verschlußzeit und Bewegungsunschärfe
  • ISO und Rauschverhalten
  • Hyperfokaldistanz. Die abgedruckten Tabellen sind leider nicht wirklich brauchbar, da ihnen zum einen die Kopfzeilen mit der Beschriftung der Tabellenspalten fehlen und zum anderen nicht zwischen den auf der Vorder- und Rückseite abgedruckten Tabellen unterschieden wird. Hier möchte ich auf meinen Artikel über die Hyperfokale Distanz hinweisen, in dem ich die Zusammenhänge genauer beschrieben habe. Dort gibts auch eine Excel-Tabelle zum Herunterladen.

Zu guter Letzt enthält die Box noch zehn Tipps für bessere Fotos und eine Karte mit lustigen fotografischen Weisheiten.

Mein Fazit

Gut, als erfahrener Fotograf wirst Du nun behaupten, das sei alles nichts Neues. Und zugegeben, es gibt auch andere fotografische Kartenspiele, wie z.B. die Bigger Picture Cards.

Ich persönlich finde aber, die Inspiracles-Karten sind eine schöne und erfrischende Möglichkeit, die eigene Kreativität zu fördern und aus dem üblichen Trott auszubrechen. Als Landschaftsfotograf fotografiere ich fast ausschließlich Landschaften – logisch. Die intensive Beschäftigung mit nur einem einzigen Thema kann aber auf Dauer etwas abstumpfen. Mir persönlich hilft es sehr, ab und zu mal andere Motive aufs Korn zu nehmen oder andere Techniken auszuprobieren. Das erweitert meinen Horizont und hilft mir, nicht zu eindimensional zu denken.

Man muss dabei nicht immer mit der großen Fotoausrüstung losziehen. Denkbar ist auch, die Karten auf dem Weg zur Arbeit oder auf einer Dienstreise nur mit dem Smartphone bewaffnet zu nutzen.

Die Inspiracles-Karten sind mit einem Preis von knapp 20 Euro keine riesige Investition und sind es allemal wert, ausprobiert zu werden. Denn kreative Löcher kennt jeder, der oft und gerne fotografiert.

Weiterführende Links

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