Ausrüstung

Nach meinem Entschluss Ende 2016, mich von Nikon zu trennen, habe ich mir eine Fuji-Ausrüstung zusammengestellt. Mit dieser möchte ich im Prinzip dieselben Möglichkeiten haben, die ich mit meiner Nikon-Ausrüstung hatte. Der Schwerpunkt liegt ganz klar weiterhin auf der Landschaftsfotografie.

Die wichtigsten Einzelteile sind im Folgenden aufgeführt und kurz beschrieben.

Kameras

Fuji X-T2

Die Fuji X-T2 ist das neue Flagschiff von Fuji. Sie kommt im bekannten Retro-Look daher und besitzt sogar ein angedeutetes Dachkantprisma – obwohl sie gar keine Spiegelreflexkamera ist. Nach einer Ein- bzw. Umgewöhnung ging mir die Arbeit mit der Neuen bald sehr gut von der Hand. Insbesondere die Tatsache, dass die wichtigsten Funktionen per Taste oder Drehrad bedient werden können, erleichtert den Umstieg von der Spiegelreflex. Dazu kommt die grundsätzliche Bedienphilosophie des Fuji X-Systems, die sich an klassischen analogen SLRs orientiert. Stichwort Blendenring, Zeiten-, ISO- und Belichtungskorrektureinstellung.

Die technischen Daten sind bekannt, bzw. lassen sich im Internet leicht finden. Hervorzuheben ist allerdings die erstklassige Bildqualität out of cam.

 

Fuji X-E2

Die X-E2 ist meine kleine Immer-Dabei-Kamera. Sie ist meistens mit dem Fujinon XF27/2.8 bestückt und passt daher in fast jede Tasche. Mit ihren 16 Megapixeln liefert sie eine hervorragende Bildqualität.

Besonders schön: Anfang 2016 gab es ein Update auf die Firmware Version 4.0. Dabei kamen etliche neue Funktionen hinzu, die Anzeigen im Sucher wurden umgestaltet, die X-E2 fühlte sich hinterher an wie eine neue Kamera. Welcher der „großen“ Hersteller bringt für eine etwas drei Jahre alte Kamera ein derartiges Update heraus? Ich kenne keinen, zumindest habe ich das bei Nikon noch nie erlebt. Noch ein Vorteil, den der Wechsel von Nikon zu Fuji mit sich bringt.

Objektive

Fujinon XF10-24 F4 R OIS

Das XF10-24 ist das Äquivalent zum Nikon AF-S 14-24/2.8, zumindest was die Brennweite betrifft, und damit für mich das meistgenutzte Objektiv in der Landschaftsfotografie. Die Offenblende f/4 ist für diesen Zweck ausreichend und den eingebauten Bildstabilisator benötige ich sehr selten, da ich in der Landschaftsfotografie meistens vom Stativ aus fotografiere.

Das Objektiv ist nicht wetterfest, ihm fehlt das Kürzel „WR“ in der Typenbezeichnung. Trotzdem hat es schon den einen oder anderen Wasserschwall, ob von oben als Regen oder von unten als Meerwasser, klaglos überstanden.

Das Objektiv erzeugt keine für mich erkennbaren Bildfehler, ist aber ein wenig empfindlich bei direktem Gegenlicht. Trotzdem eine klare Kaufempfehlung!

 

Fujinon XF16-55 F2.8 R LM WR

Das XF16-55 ist mein „Normalobjektiv“, das meistens auf der Kamera ist. Die für ein Zoom relativ hohe Anfangslichtstärke erlaubt auch schöne Freistellungen. Das „WR“ in der Objektivbezeichnung sagt aus, dass das Objektiv wassergeschützt ist. Mit dieser Eigenschaft passt es gut zur X-T2, die ebenfalls keinen Schaden nimmt, wenn sie mal im Regen steht.

Das Objektiv hat einen Blendenring, an dem auch die Blendenautomatik aktiviert werden kann – einfach, in dem man den Ring auf „A“ stellt. Ich liebe diese intuitiven Bedienkonzepte von Fuji!

Leider fehlt dem Objektiv ein eingebauter Stabilisator. Aber dann wäre es wohl noch massiver geworden…

 

Fujinon XF50-140 F2.8 R LM OIS WR

Das XF50-140 F2.8 entspricht beim Vollformat dem klassischen 70-200/2.8er Zoom. Es verfolgt bzgl. des Blendenringes das gleiche Bedienkonzept wie das vorgenannte XF16-55 F2.8, allerdings ist es mit einem zuschaltbaren und sehr wirkungsvollen Bildstabilisator ausgestattet. Es verfügt auch über einen abnehmbaren aber leider sehr hoch bauenden Stativfuss, dem zudem die Arca-Swiss-Kompatibilität fehlt. Hier muss vom Käufer nachgerüstet werden, zum Beispiel mit der Markins Objektivplatte PL-75, die man bei ProPhotoShop.de erwerben kann.

Die Bildqualität und auch die Wirksamkeit des Bildstabilisators sind überragend!

 

Fujinon XF27 F2.8

Das XF27 ist ein kleines flaches Objektiv, ein sog. Pancake, mit einer hervorragenden Abbildungsqualität. Es ist das Immer-drauf für meine Fuji X-E2.

Auf Grund seiner seiner Kompaktheit besitzt das Objektiv keinen Blendenring. Die Blende muss an der Kamera eingestellt werden.

 

Fujinon XF18-55 F2.8-4 R LM OIS

Das XF18-55 ist eigentlich legendär. Die Bezeichnung Kitobjektiv trägt es nur, weil es eben mit vielen Fuji-Kameras im Set verkauft wird, keineswegs aber, weil es eine Billiglinse mit mieser Abbildungsqualität ist, wie die Kitobjektive vieler anderer Hersteller. Die optische und mechanische Qualität dieses Objektivs ist über jeden Zweifel erhaben. Es ist zudem sehr kompakt, so dass ich es gerne an der X-T2 nutze, wenn ich mal mit leichterem Gepäck unterwegs sein möchte.

 

Fujinon XF16 F1.4 R WR

Das sehr lichtstarke 16er habe ich mir gekauft, weil ich auf der Straße am liebsten mit 24 Millimetern Brennweite – entsprechend 16 Millimeter am APS-C-Format – unterwegs bin. Die Abbildungsqualität ist bereits bei Offenblende sehr gut. Und obwohl es ein ganz schöner Klapper ist, liegt die X-T2 damit immer noch gut in der Hand.

Zwei Wermutstropfen gibt es jedoch: Zum Einen besitzt das Objektiv bei Offenbarende ein sichtbares Coma in den Bildecken. Dadurch ist es für die Astrofotografie nur bedingt geeignet. Und zum anderen ist der Blendenring etwas leichtgängig. Es wäre schöner, wenn die Blendenstufen kräftiger einrasten würden da sich die Blende dadurch nicht so oft unabsichtlich verstellen würde.

Aber das ist Jammern auf relativ hohem Niveau…

 

Samyang 12MM F2.0

Diese Objektiv habe ich mir speziell zum Fotografieren der Sterne zugelegt. Bei einem Preis von etwa EUR 350, einem Gewicht von nur 260 Gramm und einer hervorragenden Abbildungsqualität möchte ich es als echten Geheimtipp bezeichnen. Das es vollmanuell ist, stört mich in der Landschaftsfotografie überhaupt nicht.

Weiteres Zubehör

Lee Foundation Filterhalter

Der Filterhalter von Lee wurde mir von einem Fotofreund empfohlen, als ich mich gerade zwischen dem Lee- und dem Haida-Halter entschieden wollte. Der Halter selbst ist aus Kunststoff hergestellt und sehr sauber verarbeitet. Man kann bis zu drei Rechteckfilter einsetzen. Zusätzlich habe ich mit einen Lee Landscape Polarizer mitsamt dem zugehörigen Adapterring für den Filterhalter besorgt. Damit kann der Polfilter bequem von vorne auf den Halter montiert und verstellt werden.

Sehr hilfreich sind die auf die Objktiv-Adapterringe passenden Objektivdeckel von LEE. Ich habe mir für jedes Objektiv* einen Adapterring besorgt, der immer montiert ist. Der Original-Objektivdeckel wird durch das Exemplar von Lee ersetzt. Der Vorteil ist nun, dass man den Filterhalter ohne viel Schrauberei mit einem Handgriff montieren kann und dass Objetkivwechsel auch beim Filtergebrauch schnell von der Hand gehen.

 

Lee GND Filter

Nachdem ich bei der Nikon mit den Grauverlaufsfiltern des Herstellers RayMasters nicht zufrieden war, habe ich zum Original gegriffen. Die GND-Filter von Lee sind farbneutral und besitzen einen extrem gleichmäßigen Grauverlauf. Ich benutze folgende Typen:

  • GND 0.6 Soft
  • GND 0.9 Soft
  • GND 1.2 Soft
  • GND 0.6 Hard
  • GND 0.9 Hard
  • GND 1.2 Hard

Als günstige Bezugsquelle kann ich den niederländischen Onlineshop Pro!Trade (http://www.omnifoto.nl) sehr empfehlen.

 

Haida ND Filter

Die ND-Filter von Haida sind bekannt für ihre Farbneutralität. Die Filter besitzen auf einer Seite eine Moosgummiumrandung. Diese verhindert sicher einen Lichteinfall über den Filterhalter. Wegen des Materials Glas ist bei der täglichen Handhabung etwas Vorsicht geboten. Ich benutze einen ND64- und einen ND1000-Filter. Der ND64 bewirkt eine Verlängerung um 6, der ND1000 um 10 Blendenstufen. Die Verwendung von ND-Filtern habe ich in einem Blogartikel beschrieben.

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Stativkopf Markins Q10

Ein Stativkopf ist ein Ausrüstungsgegenstand, den man sich nicht alle Tage kauft. Gleichzeitig hat so ein Teil die wichtige Aufgabe, eine teure Kamera stabil festzuhalten. Nachdem ich mit Billigschrott negative Erfahrungen gemacht habe, gab ich mir einen Ruck, habe ins Portemonnaie gegriffen und mir den Markins Q10 gekauft.

Der Kopf besitzt nur zwei Bedienschrauben: Eine kleine, mit der man die Drehung in der Horizontalen arretieren kann und eine große Schraube, zum Arretieren und Lösen des Kugelkopfs. Oben besitzt der Kopf eine Arca-Swiss kompatible Markins Schnellwechseleinheit mit Wasserwaage.

An dem Markins Q10 begeistert mich besonders die perfekte Verarbeitung: Nichts wackelt, die Kugel kann bombenfest arretiert werden und die Oberflächen sind sehr sauber und hochwertig bearbeitet. An Pflege benötigt der Kugelkopf nicht viel: Ab und zu gründlich mit einem nebelfeuchten Mikrofasertuch abreiben, dabei die Ecken nicht vergessen. Die Kugel bekommt danach noch einen wirklich winzigen Spritzer WD-40 ab, uns fertig ist die Laube.

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Stativ Gitzo Mountaineer GT3542L

Über Stative kann man viel schreiben. Es gibt ganze Internetseiten, die sich ausschließlich mit Stativen befassen. Ich selbst benutze für alle Einsatzarten ein stabiles und großes Carbonstativ von Gitzo vom Typ GT3542L. Ok, für meine Fuji X-T2 ist es eventuell ein wenig groß dimensioniert. Aber die Kamera steht damit bombenfest – ehrlich :-)

Das Stativ besitzt eine Mittelsäule. Auf Grund der besonderen Konstruktion und der verwendeten Materialien tut dies der Stabilität jedoch keinen Abbruch, sondern ich habe immer noch eine Reserve, die ich bei besonderen Locations, z.B. an einem steilen Hang schön öfter genutzt habe.

Standardmäßig ist das Stativ mit Gummifüßen ausgestattet. Ich habe es jedoch um die Gitzo-Spikes aufgerüstet. Es ist erstaunlich, wie diese kleine Maßnahme die Standfestigkeit auch auf hartem Untergrund verbessert.

Zugegeben, so ein Gitzo-Stativ tut bei der Anschaffung ganz schön weh im Portemonnaie. Aber ich habe es keine Sekunde bereut, dass ich mein Feisol dafür in den Ruhestand geschickt habe und auch nicht bereut habe ich, dass ich das große 3542 genommen habe, obwohl es vermutlich die 25er-Serie auch getan hätte. Am Spruch „Ein Stativ ist eine Anschaffung fürs Leben“ ist schon was dran – wenn man zu Gitzo greift.

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Fernauslöser Shoot RR-90 LCD Timer

Auch wenn ich normalerweise auf Fernauslöser des Kameraherstellers schwöre – die Qualität ist einfach besser als bei Fremdherstellern – habe ich diesmal zu einem NoName-Gerät, dem Shoot RR-90 LCD Timer gegriffen. Ich habe mich für einen Nachbau des Nikon MC-36 entschieden. Den kenne ich von meiner Nikon und kann ihn blind bedienen. Warum also nicht bei Fuji genauso weitermachen?

Zugegeben, die Verarbeitungsqualität ist eine andere, aber bisher hat er mich nicht im Stich gelassen. Die weitere Benutzung wird mir zeigen, ob ich einen Fehlkauf getätigt habe. Aber die knapp 15 Euro Verlust werden mich nicht ruinieren. Und für den Notfall habe ich einen klassischen Drahtauslöser im Gepäck, den man an der Fuji verwenden kann.

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Ersatzakkus

Spiegellose Systemkameras benötigen sehr viel Strom, da der Sensor im Gegensatz zu einer DSLR ständig in Betrieb ist. Es ist daher unbedingt nötig, genügend Ersatzakkus einzupacken. Ich benutze die Akkus des Fremdherstellers Pantona und habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Sie sind deutlich günstiger als die Originalakkus, halten aber genauso lange.

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Makroschiene Novoflex CASTEL-Q

Zur Makroschiene CASTEL-Q von Novoflex habe ich vor längerer Zeit schonmal einen Artikel geschrieben. Die damals gemachten Aussagen gelten noch immer, und die Schiene ist trotz ihres Preises eine klare Kaufempfehlung. Außerdem ist die Firma Novoflex extrem kulant, wenn es um verlorene Schrauben etc. geht.

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Panoramaplatte Novoflex PANORAMA=Q

Ab und zu muss es etwas genauer sein: Wenn ich Panoramen fotografiere, benutze ich meine Panoramaplatte PANORAMA=Q von Novoflex.

Die PANORAMA=Q besitzt zwar keine Einrastfunktion bei bestimmten Winkeln, aber mit Hilfe der aufgedruckten Skala und des Feststellknopfes kann trotzdem jeder Winkel präzise eingestellt werden. Unten befindet sich ein 3/4″- und via Adapterschraube ein 1/4″-Gewinde und oben sitzt ein Arca-Swiss kompatibler Schnellverschluss.

Zusammen mit der Makroschiene CASTEL-Q (siehe oben) hat man alles beisammen, um einen erstklassigen Nodalpunktadapter für einreihige Panoramen herzustellen.

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Adobe Lightroom CC

Adobe Lightroom benutze ich schon seit 2006, als die allererste öffentliche Version erhältlich war. Die Software ist für mich das Maß aller Dinge zum Bearbeiten meiner Bilder. In den letzen Jahren sind zahlreiche Funktionen hinzugekommen, die vorher nur im großen Bruder Photoshop zu finden waren.

Lightroom unterstützt den kompletten Workflow des Fotografen:

[su_list icon=“icon: chevron-circle-right“]

  • Importieren von Bildern
  • Katalogisieren und Verschlagwortung
  • Bildbearbeitung (nichtdestruktiv!)
  • Geolokation
  • Ausgabe (Druck und Web-Galerien)

[/su_list]

Ich nutze Lightroom im Rahmen des Abobe Creative Cloud Fotografie-Abonnements. Eine Jahreslizenz, die neben Lightroom auch Photoshop enthält, kann bei Amazon erworben werden.

Bei einigen Links handelt es sich um sog. Affiliate-Links: Wenn Du einen Link klickst, wirst Du zu Amazon weitergeleitet, wo Du den vorgestellten Ausrüstungsgegenstand direkt kaufen können. Ich bekomme dafür von Amazon eine kleine Provision, aber der Artikel verteuert sich für Dich dadurch nicht. Durch Deinen Klick unterstützt Du mich bei der Weiterentwicklung dieser Website. Dafür bedanke ich mich ganz herzlich bei Dir! :-)